Klischee oder Wunschbild – Von Willingshausen existieren viele Bilder

Für die knapp 5.000 Bewohner/innen der Großgemeinde Willingshausen wird die Vorstellung, also das „Bild“ von ihrem Wohnort durchaus verschieden sein. Zunächst kommt es darauf an in welchem Ortsteil Mensch wohnt und lebt. Es macht vermutlich einen Unterschied, ob man in Steina, Leimbach, Loshausen, Wasenberg oder im Kernort Willingshausen wohnt.

Anders verhält es sich mit der Sicht von außen auf Willingshausen. Mit wachsender geografischer Entfernung werden Menschen mit Willingshausen vermutlich den Kernort verbinden und an Malerei und Maler denken.

Es kommt also auf den Ausgangspunkt an. So existieren von Willingshausen verschiedene Wahrnehmungen: Abbild, Chimäre, Klischee, Traumbild, Trugbild, Vorbild, Wunschbild, Zerrbild – es gibt viele Möglichkeiten eigene bildhafte Vorstellungen zu haben.

Nur für wenige Orte existieren dergestalt viele „Vorbilder“ wie für Willingshausen. Um solche zu schaffen, genauer ausgedrückt um sie zu zeichnen oder zu malen, sind lange Zeit viele Künstler in den Ort gereist.

Ölbild „Blick aus dem Atelier“ von Wilhelm Thielmann entstanden 1922

Das, was von Malern als Bilder geschaffen wurde, prägt bis heute die Vorstellung vieler Menschen.

Am Beispiel einer Fotografie und deren verschiedene Wiedergabe in Farbe und in Schwarz-Weiss, realistisch und mehrfach verfremdet wird die Frage zur bildhaften Vorstellung des Ortes hier visualisiert.

Vielleicht entspricht das kaum oder gar nicht den Vorstellungen vieler. Sie mögen an die Kunsthalle denken, wenn es um Willingshausen geht. In vergangenen Jahren haben viele die Gürre Stubb besucht und dies verknüpft. Der Erbehof, die Dorfmühle und das Malerstübchen sind weitere Einrichtungen, die Besucher nach Willingshausen bringen.

Wenn Sie es lieber malerisch mögen, sagt Ihnen vielleicht diese Bildversion zu. Am besten ist es freilich sich selbst ein Bild zu machen, oder das eigene Bild aufzufrischen. Ein Besuch ist dafür zuträglich und neuerdings lädt ein ausgeschildeter Kunstweg zu einem Rundgang ein.  Foto und Bearbeitung von Hartwig Bambey © 2021.