Sidewalk-Kunst und Kultur – by the Way in Willingshausen

Die Dorfmühle Willingshausen um 1911 gezeichnet von Henriette Schmidt-Bonn. Dahinter die Dorfmühle, wie sie sich heute darbietet. Sternbald-Foto Hartwig Bambey

Was sonst als Staffeleien sollte man in Willingshausen einsetzen, wenn es um eine Präsentation im Dorf und der umgebenden Gemarkung in Sachen „Malerorte und Malermotive“ geht. Das hat sich auch Jörg Haafke überlegt als Spiritus rector der „Kunst- und Kulturpfade“ im Ort und um den Ort herum. Die Idee ist einfach und folgt zahlreichen Motiven, Hausansichten und Partien im Dorf und dessen Umgebung, von denen sich die Malerinnen und Maler haben inspirieren lassen. Es gibt zahlreiche Zeichnungen, Gemälde und auch Radierungen mit derartigen Willingshäuser Motiven. Ein stattliche Anzahl wurden ausgewählt. Als Reproduktionen mit Texterläuterungen versehen wurden sie auf Tafeln gebracht und in situ, also am Ort der Entstehung, platziert. Dazu braucht es je eine Staffelei in stabiler wetterresistenter Ausführung.

Gesagt getan, könnte Mensch meinen und läge arg daneben. Es bedurfte zunächst einer Finanzierung um dieses weitverzweigte Projekt anzugehen. Die Trägertafeln, Druck von Text-Bildtafeln und die Fertigung von den Staffeleien alleine hat viele Tausend Euro verschlungen. Vorher musste recherchiert werden. Motive wurden gesammelt, ausgewählt und dann wurde das Konzept visulalisiert. Dazu gehört eine Übersichtkarte, ordentliche Textinformationen, eine Logo und vieles mehr.

Am Dorfplatz und am Reutern-Platz gegnüber Kunsthalle findet sich je eine Ausgangstafel, beide als Holzkonstruktion im Boden fest verankert. Die Staffeleien mit den Motiv-Tafeln werden im Sommerhalbjahr aufgestellt, im Winter werden sie eingelagert. Es konnten die notwendigen Fördermittel eingeworben werden und damit ist das Projekt möglich geworden. Inzwischen finden sich diese besonderen Kunst-Weg-Weiser an vielen Stellen, oft neben dem Sidewalk by the Way.