Was es in der Dorf-Zeitung zu lesen gibt

An vergangenen Dienstag lagen die Druckbögen der Dorf-Zeitung Willingshausen bei den Druckwerkern in Ascherode planum gestapelt. Am Donnerstag wurde gefalzt und die 4 Bögen mit 16 Seiten Inhalt im Format DIN A4 konnten am Freitagmorgen in zwei Kartons abgeholt werden um am Samstag in die Verteilung zu gehen. Inzwischen dürfte damit in jedem Briefkasten in Willingshausen ein Exemplar angekommen sein. Weitere 150 Exemplare werden an verschiedenen Stellen zum Mitnehmen ausgelegt. Die Dorf-Zeitung Willingshausen ist werbefrei und kostenlos. Sie wird von der Firma Sternbald Quartier Fördergesellschaft Kultur, Kunst, Tourismus, Ökononomie und Gemeinwohl Willingshausen produziert. Per Gewerbeanmeldung vom 15. März ist diese Firma in Willingshausen mit der Anschrift Wasenberger Straße 17 ansässig geworden.

50 Jahre Malschule Willingshausen

Kursteilnehmer am Acker-Randstreifen mit Kornblumen. Foto U.Schulte

Auf der Umschlagseite vorn und hinten finden sich zahlreiche Fotos und Abbildungen, allermeist aus dem heutigen Willingshausen. Das Foto oben zeigt einen Auschnitt, auf der linken Seite zwei Kunstwerke, rechts oben ist der Dorfplatz als Foto abgebildet, darunter das Fachwerkhaus von Schuhmacher Konrad Daum. Der Hauptbeitrag in der Dorf-Zeitung wurde von der Leiterin der Malschule Willingshausen, Ulrike Schulte, Bremen verfasst und bietet einen Einstieg zum 50jährigen Jubiläum der von Gütnher und Marianne Heinemann in 1972 gegründeten Malschule, die Schulte 1992 übernommen hat und bis heute mit bester Resonanz weiterführt.

Weiter geht es auf zwei Seiten mit „Kürt´s Haus“ der Familie von Erika Schäfer, der bereits in Art Willingshausen veröffentlicht worden ist. Die aktuelle Stipendiatin Wagehe Raufi wird vorgestellt, ebenso das Kunsthistorische Symposium, das am 1. Oktober stattfinden wird. Auf einer Doppelseite wird über die gelungene Aktion zum Baumschnitt am Dorfplatz berichtet, illustriert mit Fotos von Jürgen Gemmerich.

Das mit Willingshausen eng verbundene Thema „Schwälmer Weißstickerei“ hat ebenfalls eine Doppelseite Platz bekommen.

Die Abbildung dieser Tafeldecke von Alexandra Thielmann ist dem Buch „Alte bäuerliches Weißstickereien “ von Karl Rumpf entnommen, Erstauflage 1937, .2. Auflage 1979.

Der Artikel ist besonders der Stickerin und Kursleiterin Anna Elisabeth Grein gewidmet, die mit betagten 85 Jahren nach wie vor Kurse anbietet. Stickmeisterin Grein war Schülerin in der Werkstatt von Alexandra Thielmann. Eine Seite widemt sich dem aktuellen Kulturleben im Dorf. Mit Fotografien wird aus dem Sommermalkus 2021 der Malschule berichtet, der erstmals in der Neustädter Sieben stattfinden konnte, betrieben von der neuen Kultur-Initiative Willingshausen e.V. genannt KiWi. Dort wird auch die Büchervitrine von Bärbel Faust in der Bernsburger Straße vorgestellt. Wer will kann sich dort kostenlos Bücher mitnehmen und ebensolche spenden.

Nicht vorhandene Unterkünfte werden von der Gemeinde gelistet

Mit der Überschrift Willingshausen A B C finden sich verschiedene Stichpunkte zu Wissenswerten über das Malerdorf. Bei Nachfragen bezüglich der Unterkünfte in Willingshausen stellte sich heraus, dass auf der Internetseite der Gemeinde Willingshausen gleich vier falsche, schon lange nicht mehr vorhandene Unterkünfte in irreführender Weise gelistet werden. Trotz Hinweis an die WTB-Geschäftsführerin und die Gemeindeverwaltung vor drei Wochen sind diese Falschinformationen nach wie vor veröffentlicht. Offenbar muss diesbezüglich Bürgermeister Luca Fritsch höchstselbst erst noch eingreifen um diese Hochstapelei und Desinformation auf der offiziellen Willingshausen-Seite im Internet beenden zu lassen.

Von der fast vergessenen Geschichte der Linde vor dem Pfarrhaus berichtet Jörg Haafke. Dass das „Goldene Vlies“ nicht nur in der Antike eine Rolle gespielt hat, sondern als Genossenschaft erfolgreich die Wolle der Fuchsschafe vermarktet, berichtet schließlich Susanne Korte im letzten Beitrag.