Idee, Gedanken und Konzeptbausteine von Hartwig Bambey***

Die Geschichte der Künstlerkolonie Willingshausen ist vielfach  berichtet und wird hier vorausgesetzt (siehe Wikipedia und zahlreiche Druckwerke). Der Besuch von Ludwig Emil Grimm in Willingshausen bei Gerhardt von Reutern im Jahr 1824 kann als Ausgangstermin für die Entstehtung der Künstlerkolonie gelten und ist hier zu Grunde gelegt.

Es bietet sich aus verschiedenen Gründen an das Jahr 2024 als 200. Gründungsjahr oder besser Entstehensjahr der späteren Künstlerkolonie Willingshausen zu begehen. In klassisch-kunsthistorischer Betrachtung und Herangehensweise wäre eine große Sonderausstellung ein angemessener Rahmen um die Geschichte, Eigenart, die ausgesprochene Vielzahl der Maler und Malerinnen, die mit Willlingshausen in Verbindung stehen, zu würdigen. Dass neben den beiden genannten Malern in der Ursprungszeit Namen wie Ludwig Knaus, Carl Bantzer oder Wilhelm Thielmann hinzukommen, ist ebenso bekannt, wie diese Namensnennungen nicht einmal stellvertretend hinreichend sind.

Mit Willingshausen ist eine sehr große Zahl von Malern verknüpft, eine herausragende Malweise oder Stil, gar eine „Willingshäuser  Schule“ lässt sich nicht grundlegend beschreiben. In Auseinandersetzung mit der Geschichte der Künstlerkolonie hat sich Carl Bantzer als zentrale Figur in der Hochzeit der Malerei von „Willinghäusern“ mit dem Begriff „Hessenkunst“ auseinandergesetzt, freilich ohne  hier definitorisch erfolgreich gewesen zu sein.

Ein Rückblick über zwei Jahrhunderte aus Perspektiven des Jahres 2024 sollte die Willingshausen-Ausstellungen in 1977 (Marburg) und 1982 (Orangerie Kassel) rezipieren. In den 1980iger und 1990iger Jahren gab es zudem eine Zahl von Einzelausstellungen zu Willingshäuser Malern in Marburg, im Museum der Schwalm Ziegenhain und in Willingshausen selbst.

Es gibt relativ umfangreiche Literatur. Darin ist die Geschichte der Künstlerkolonie recht differenziert beschrieben. Vielen wichtigen  Malern, wie Gerhardt von Reutern, Ludwig Emil Grimm, Ludwig Knaus und Carl Bantzer sind teils umfangreiche Biografien und  Katalogwerke gewidmet.
Als wichtiger Kunsthistoriker ist Bernd Küster, zuletzt Direktor der mhk, mit vielen einschlägigen Publikationen zu nennen. Aktuelle Forschungen oder Projekte sind nicht bekannt, könnten mit dem Projekt 1824 200 Jahre Künstlerkolonie Willingshausen 2024 verknüpft oder initiiert werden.

*** Die Idee und der Konzeptvorschlag 1824 Willingshausen 2024 wurde im Juli 2020 zunächst Bürgermeister Heinrich Vesper vorgelegt und dann dem Bürgermeister und der Mitarbeiterin im Vorzimmer Marion Heck ausführlich erörtert. Nach mehrfacher Nachfrage wurde ein Termin mit der Willingshausen Touristik (WTB) in der Kunsthalle anberaumt.  Teilnehmer der rund zweistündigen Besprechung im September 2020 waren Marion Heck, Vorzimmer Bürgermeister Vesper, Helena Hergert,  Verwaltungsangestellt der Gemeinde und Geschäftsführerin Willingshausen Touristik, Ulrike Becker-Dippel, freie Mitarbeiterin WTB, Paul Dippel, Angestellter der WTB und stellv. Vorsitzender Verein Malerstübchen Willingshausen e.V., Reinhold Corell, Ortsvorsteher Willingshausen. In der Sitzung wurde das Konzept ausführlich vorgestellt, einmündend in einen Vorschlag zur schrittweisen Herangehensweise. Auch auf Nachfragen gab es keine Reaktion, weder aus dem Rathaus noch von der WTB.

Mehrdimensionale Herangehensweise und Umsetzung

Anstelle einer repräsentativ-aufwändigen und statischen (Groß-) Ausstellung wird hier eine vielschichtige mehrdimensionale Herangehensweise und Umsetzung vorgeschlagen, bei der freilich als Hauptmedium Kunstausstellung/en im Zentrum stehen sollen. In gewisser Entsprechnung zur Rekrutierung zahlreicher Maler, die Willingshausen zuzuordnen sind, über die Akademien in Düsseldorf und Dresden, lassen sich Kassel und Marburg als Hauptorte der Erinnerung, musealen Bewahrung und Vergegenwärtigung des  Wirkens von Willingshäuser Künstlern benennen.
Dazu kommt selbstverständlich und ausdrücklich Willingshausen selbst, das über viele Jahrzehnte als Gastdorf der Maler und mit zahlreichen BewohnerInnen als Modellen der Maler weitgehende Prägungen erlebt hat. Diese Prägung lebt bis heute weiter. Die Vereinigung Malerstübchen Willingshausen, das Gerhardt-von-Reutern-Haus mit dem Kleinmuseum Malerstübchen und die neue Kunsthalle sind zusammen mit seit bereits 25 Jahren ausgelobten Kunststipendien für jungen KünstlerInnen signifikanter Ausdruck davon.

Eine Kunstausstellung, präsentiert an nur einem Ort – wofür Kassel nun einmal prädestiniert wäre – könnte diesen Gegebenheiten als Ausdruck historischer Bedingungen und Beziehungen kaum gerecht werden.

Es kann zudem bezweifelt werden, ob sich dafür hinreichend vielfältige Mittel und Möglichkeiten, nicht zuletzt finanzielle Mittel, mobilisieren lassen würden. Es sollte darum gehen und explizites Anliegen sein in Korrespondenz zu vielen historisch wirksamen Gegebenheiten das Jubiläum in  mehreren Orten, herausragend Kassel, Marburg und Willingshausen zu verwirklichen.

Dies bedeutet genau nicht, dass an den je einzelnen Orten der Präsentation von „Künstlerkolonie-Willingshausen-Ausstellung“ es  zu weniger attraktiver Bestückung mit Werken kommen muss. Im Gegenteil, wird das Projekt „200 Jahre Künstlerkolonie Willingshausen“ als überörtliches Thema und Anliegen verstanden und kommuniziert, lassen sich mehr Ressourcen und Akteure und Institutionen ansprechen und aktiv einbinden als das an nur einem Ort möglich wäre.

Ebensowenig ist eine Fokussierung auf Willingshausen selbst als einzigen Ort des Geschehens und Präsentation u.a. einer großen Kunstausstellung realistisch vorstellbar. Dafür fehlte es insbesondere an Raumressourcen. Ein Konzept synchronisierter, zeitversetzter Angebote mit mehreren Kunstausstellungen als jeweiliges Zentrum, flankiert von weiteren  Angeboten lässt sich als Veranstaltungsjahr verwirklichen.

Folgende Örtlichkeiten werden hier beispielhaft genannt, in Klammer mögliche Korrespondenz- oder Erweiterungsorte:
Neue Galerie (documenta-Halle) Kassel, Kunstmuseum Marburg (Kunstverein) , Gerhardt-von-Reutern-Haus, Kunsthalle Willingshausen (Antreff-Halle), Museum der Schwalm Ziegenhain, Museum Holzburg, Staatsarchiv Marburg, Otto-Ubbelohde-Haus Goßfelden.

Neben drei Hauptorten könnten weitere Orte einbezogen werden, womit Kernthemen und Angebote und Nebenthemen darstellbar werden. Neben kunsthistorischer Betrachtung sind kulturtouristische Aspekte einbezogen. Beispiele: Willingshäuser Maler und Werke in Reproduktionen, wie Kunstmappen (Carl Bantzer, Adolf Lins u.a.m.) Kunstpostkarten, Aufsätze, Bücher, Publikationen.

Hauptanliegen sollte es sein eine umfassende Zusammenschau des Werkes von Willingshäuser Malern zu leisten. Mit thematischen und/oder Maler bezogenen Schwerpunktsetzungen können zwei oder drei Schwerpunkt-Präsentationen realisiert werden. Die Gesamtheit erlebt, wer alle Ausstellungen und Ausstellungsorte besucht. So wie die  Malerei sich durch vielfältige Stile, Temperamente, Epochen und  Werke auszeichnet, spiegeln die Ausstellungen und Angebote eine Vielfalt in der Präsentation, Schwerpunktsetzung und Eigenart wieder.

Für eine Verwirklichung braucht es verschiedene aktiv wirkende Institutionen, die ihren Part in Kenntnis, Korrespondenz und Kooperation mit den anderen je eigenständig verwirklichen.
Denkmöglich erscheint ein „Kombiticket 200 Jahre Willingshausen“ das zum Eintritt in jeder Ausstellung und Veranstaltung berechtigt, dessen zentraler Vorverkauf und dezentraler Verkauf zugleich das  Publikum ein Stück weit zu Förderern macht. Der Bruttoerlös von  z.B. 30 Euro würde anteilig nach Schlüssel aufgeteilt.

Im Veranstaltungsjahr 2024 >200 Jahre Malerkolonie Willingshausen< würde es mithin mehrere Kunstausstellungen, begleitet von Vorträgen, Führungen, Präsentationen und medialen Umsetzungen geben. Ein attraktiver gedruckter Katalog würde dies integrieren, zeitgemäß begleitet von einer attraktiven Webseite und App.

Es sollte die Eigenverantwortlichkeit der beteiligten Institutionen  gelten – getragen von übergeordneter, gemeinsam entwickelter  und festgelegter Kooperation und Arbeits- und Aufgabenteilung. Dies braucht einen belastbares organisatorischen Rahmen.

Die Werke von den meisten Willingshäuser Malern sind im Bestand zahlreicher Museen in Kassel, Marburg, Wiesbaden, Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf, Dresden, St. Petersburg, Milwaukee und  andernorts verstreut. Hinzu kommen die Werke im Privatbesitz. Ein relevantes Ausstellungsprojekt sollte das Repertoire bereits früher gezeigter Ausstellungen deutlich übertreffen. Das wäre eine ambitionierte Zielstellung.
Ein kooperativer, mehrortiger Präsentationsansatz, der Hauptwerke in Kassel, Marburg und Willingshausen gleichermaßen ausstellen soll, bündelt Interessen und Kräfte, die an einem Ort mit nur einer Institution nicht oder wohl kaum entfaltet werden können. Zudem können starke überörtliche Partner eingeworben werden, wie zum Beispiel die „GrimmHeimat Nordhessen“, der NVV, die EAM, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen. Das Land Hessen, die MHK, Universitäten Marburg und Kassel sind einzubeziehen.

So lässt sich eine Gesamtfinanzierung denken und akquirieren, die signifikante zusätzliche Möglichkeiten eröffnet. Ein Etat von 50 oder  100 Tausend Euro wäre für das skizzierte Projekt bei weitem nicht  hinreichend. Für Aufgaben der Koordination, Mittelakquise, Werbung, Medienarbeit und organisatorischer Zuarbeitung könnte eine gGmbH gegründet werden, in der die beteiligten Institutionen Gesellschafter sind. Als Sponsoren sollten zusätzlich nordhessische Industrieunternehmen gewonnen werden.

Grundlegend erscheint es inhaltliche Ausrichtung und Zielsetzung eines solchen Projektes zu formulieren. Dafür sind kunsthistorische Betrachtungen, museale Sichtweisen, Forschungsinteressen, auch  anderer Kulturwissenschaften grundlegend. Kulturtouristische  Momente sind wichtig, sollten nicht dominant werden.

In 2020 sollen Gespräche mit gewollten Partnern geführt werden. Nach der Museumslandschaft Hessen Kassel finden Gespräche in  Willingshausen statt, danach weitere Gespräche bzw. Vorgespräche. Zum Jahresende 2020 soll ein tragfähiges Konzept erarbeitet sein. Elementar ist die Einbeziehung verschiedener Institutionen, die jeweils autonom beteiligt sind und tätig werden. Dazu Vorankündigung in Medien, Einführungsveranstaltung – Symposium. evtl. Auslobung Wettbewerbe/Stipendien

✦ Ausstellungen ✦ Angebote ✦ Orte ✦ Optionen ✦

Auftakt in Willingshausen Jubiläumsveranstaltung I, Eröffnung Ausstellung Willingshausen, Vortrag, Führungen

Eröffnung Ausstellung Kassel, Jubiläumsveranstaltung II, Vortrag, Führungen

Eröffnung Nebenausstellung I, Museum … Vortrag, Führungen

Eröffnung Ausstellung Marburg, Jubiläumsveranstaltung III, Vortrag, Führungen

Eröffnung Nebenausstellung II, Museum …, Vortrag, Führungen, Abschlußveranstaltung

Die Überlegungen in Willingshausen, in Kassel und Marburg je eine Ausstellung 200 Jahre Künstlerkolonie Willingshausen zu präsentieren, eröffnen Tücken und Schwächen, auch weil damit Interessen und personelle Ressourcen tangiert und gesplittet werden. Vieles spriäche dafür in Kassel eine zentrale (Landes-) Ausstellung zu projektieren. Verknüpft kann gut ein komplementäres Ausstellungsprojekt in Willingshausen realisiert werden. Viele dortige Gegebenheiten lassen sich nicht portieren. Zudem würde Willingshausen zu einem durchaus starken Aggregator für Besuche(r) in Kassel.

Die signifikant positiven Erfahrungen in der GRIMMWELT mit der rein technikgestützten Ausstellung „Finsterwald“ (Projektionstechniken), verbreitete technologische Trends und Rezeptionsgewohnheiten, können und sollten dazu veranlassen über neue Wege zur Ausstellung im digitalen Zeitalter nachzudenken.

Über den Kern einer attraktiven klassischen Kunstausstellung (mit Studienblättern, Grafiken und Gemälden) hinaus kann eine multimediale Präsentation entwickelt werden. In der Kombina-
tion von großformatiger Präsentation einzelner Werke, knappen  visuellen Textinformationen, Überblendeffekten, kurzen Filmimpressionen u.a. könnte eine sehr reizvolle Multimdia-Schau entwickelt werden, die verknüpft mit der Ausstellung gezeigt wird. Sie müsste so konzipiert sein, dass das Betrachten der Originale nicht „überstrahlt“ und ersetzt wird, vielmehr Anreize zur vorherigen oder anschließenden Betrachtung der Originale geschaffen werden.

Ein solche Multi-Media-Präsentation in enger Verknüpfung mit der Ausstellung wäre ein Stück weit experimentell. Anliegen sollte sein andere, jüngere Zuschauer zu gewinnen und in ihren Sehgewohnheiten (Bildschirm, Kinoleinwand) und Medienkonsum einzufangen. Damit können neue Wege für das Medium Kunstpräsentation  beschritten werden. Zudem bleibt eine Multi-Media-Präsentation erhalten. Sie kann in Kassel und in Willingshausen weiter,  ggfls. modifiziert, gezeigt werden.

Wichtig und grundlegend abzuklären ist die Frage der Einbeziehung von Forschung, Wissenschaft, insbesondere über die Universitäten Kassel und Marburg. Kooperationen, ggfls in Gestalt von thematischen Schwerpunktprojekten, sind hier erstrebenswert. Das Konzept einer (zunächst) zentralen Landesausstellung trägt in sich die Option der Präsentation in weiteren Orten. Nach Kassel  könnte im Folgejahr in Marburg, Wiesbaden ausgestellt werden.

Kassel Willingshausen Marburg

Es sollte in Gesprächen und Verhandlungen geklärt sein, welche Museen in Kassel, Marburg und andernorts  Interesse haben dieses Jubiläum in ihrem Rahmen zu begehen. Dazu gehört die Abklärung und Abstimmung welche Themen, Maler in Ausstellungen und anderen Veranstaltungen betrachtet und andernorts thematisiert werden.

Solchermaßen vorab geklärt und koordiniert, kann in und für Willingshausen ein umfassendes Konzept für ein Jubiläumsjahr entwickelt und planerisch angegangen werden. Dafür braucht es Manpower und Professionalität, einerseits zur Koordinantion mit externen Partnern und andererseits zur Programmentwicklung und Schaffung von adäquaten Voraussetzungen in Willingshausen selbst.

Denkbar ist ein Jubiläumsjahr, in das weitere Kulturträger in der Großgemeinde Willinghausen unbedingt einbezogen werden sollten.  So etwa die Mühle Willingshausen, Rock im Park, das Weltmusik-Festival Loshausen und weitere.

Dann entsteht ein wünschenswerter weiter Rahmen als Jubiläumsjahr in Willingshausen und darüber hinaus, der das spezifische der Künstlerkolonie und Malereigeschichte sowie aktuelle malereibezogene Schwerpunkte setzt und weitere kulturelle Akzente (Schwalm, Leben früher und heute, Kulturtourismus) ins Auge fasst.

Grundlegend ist die Erarbeitung eines Finanzierungskonzepts, das tragfähig und perspektivisch ist, etwa Aspekte der weiteren kulturtouristischen Angebote und positive Folgewirkungen aufnimmt. Partner und Geldgeber können sein für die Ausgangsinstitution Gemeinde Willingshausen, Willingshausen Tourismus Betriebs mbH:
LEADER-Verbund Schwalm-Aue, Schwalm-Eder-Kreis, Rotkäppchenland, Grimm-Heimat-Nordhessen, NVV und RMV, Kreisparkasse Schwalm-Eder, Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, EAM, Land Hessen, Bundesministerien, EU-Förderung, Stiftungen und private Sponsoren (Industrie).

Zu diesem Ideen- und Konzeptvorschlag

Seit der Vorstellung bei den seinerzeit maßgeblich zuständigen Aktueuren in Willingshausen sind eineinhalb Jahre vergangen. Desinteresse und Ignoranz haben den Verfasser veranlasst Anfang 2022 mit Anderen tätig zu werden. Ein konkreter Schritt ist das Kulturhistorische Symposium in Willingshausen am 1. Oktober 2022.

Es ist mitnichten so, dass das Thema, Werk und die malereigeschichtliche Bedeutung der „Willingshäuser“ Sache des heutigen Dorfes und einer kleinen Clique wäre. So wie die Maler und Malerinnen aus vielen Orten und von Akademien in Düsseldorf und Dresden in das Dorf besuchsweise gekommen sind und ihre Werke – zunächst meist als Skizzen – mitgenommen haben und viele Gemälde später den Weg in große Museen gefunden haben, ist die Malerkolonie ein Allgemeingut, Kunst- und Kulturerbe der Menschen, weit über Hessen und Deutschland hinaus. Demgemäß interessieren sich Kunsthistoriker und Kunstfreunde vielerorten für das „Erbe“. Viele wurden jahrelang schroff abgewiesen, wurden weggeschickt und Zugang wurde Ihnen verweigert.

Das ändert sich gerade Stück für Stück, zuallererst bei dem Künstlerstipendium. Ein neuer Bürgermeister wird sich positionieren und inzwischen koordiniert wirkende Wissenschaftler und Repräsentanten sehen dem weiteren Aufbruch und Öffnung mit großem Interesse entgegen.

Dieser Ideen- und Konzeptvorschlag wird überarbeitet und weiterentwickelt. Zum Symposium am 1. Oktober wird dies vorgestellt.

Für und in Willingshausen steht inzwischen außer Zweifel, dass isolierte und trotzig verweigernde Gralshüterei im Krähwinkel aufgegeben und überwunden wird. Der Wandel zu zivilisierten Gepflogenheiten und plausibler Öffnung für Wissenschaft, Forschung, der Kunstwelt und Öffentlickeit erreichte Willingshausen im Jahr 2021 mit Verspätung. HB